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Auf einen Blick:

- Flores ist das Tor nach Tikal

- Der Ort ist wunderschön gelegen auf einer Insel im See Petén-Itzá.

- Mit dem Festland verbunden ist Flores durch einen Damm.

- Eine weitere Attraktion des Ortes sind die Tropfsteinhöhlen Actún Kan.

- Typisch sind die engen kopfsteingepflasterten Gassen und, die bunten Häuser im kolonialen Stil und mit roten Ziegeldächer.

- Vom Parque Central hat man einen wunderschönen Blick über den See.

Flagge Guatemala

 


 

 


Flores



Flores liegt im Norden Guatemalas und ist Hauptstadt des Distrikts (Departemento) El Petén. Die meisten Besucher kommen, um von hier aus die nahe gelegenen Maya Ruinen von Tikal zu erkunden. Das ist an sich zwar eine gute Idee, allerdings sollte das nicht der einzige Grund für einen Besuch sein. Flores selbst ist fast genauso sehenswert und der ideale Ort, um für ein paar Tage die Füße hochzulegen.

Flores liegt auf einer kleinen Insel im See Petén-Itzá. Mit dem Festland verbunden ist es über einen kleinen Damm. Dort befindet sich der nicht-touristische Teil des Ortes Santa Elena. Wer wessen Vorort ist, bleibt dabei unklar. Es scheint davon abzuhängen, wo man wohnt. Größer und geschäftiger ist Santa Elena, mondäner das Inselvolk.




Größere Kartenansicht

Trotz einiger moderner Bausünden kann man die ursprüngliche Schönheit der Stadt noch gut erkennen. Viele der kolonialen Bauten sind in warmen Farbtönen gestrichen. Typisch sind die roten Ziegeldächer und die engen Kopfstein gepflasterten Gassen.


Flores - Blick vom Parque CentralDie Atmosphäre in dem Ort ist trotz der Besucherströme sehr relaxt. Flores bietet alle Annehmlichkeiten eines Touristenzentrums allerdings ohne die störenden Nebeneffekte. Die meisten Besucher verbringen den ganzen Tag in einer der Ausgrabungen, man hat den Ort also für sich selbst. Es gibt zahllose wunderschöne Ecken zu entdecken und die Lage im See sorgt für einige spektakuläre Ansichten. Flores ist definitiv fotogen.


Flores ist auf einem natürlichen Hügel errichtet. Auf dem "Gipfel" des kleinen Hügels befindet sich Parque Central mit der örtlichen Kathedrale. Diese ist zwar nicht unbedingt eine Schönheit, mit ihren Doppeltürmen interessant. Außerdem hat man dort die beste Aussicht auf den See.

Flores ist ein guter Ort zum Shoppen. Man mag es kaum glauben, aber die lokalen Shops haben eine gute Auswahl und sind einigermaßen günstig. Manche akzeptieren sogar Kreditkarten, um es perfekt zu machen fehlt eigentlich nur noch ein funktionierender EC Automat. Um einen solchen zu finden muss man leider über die Brücke nach Santa Elena. Dafür kriegt man bei der Gelegenheit einen Eindruck von "echten Guatemala".


Flores SonnenuntergangSanta Elena ist staubig, laut, voller Müll und … sehr lebendig. Es galt für eine Weile als etwas heikel, das gilt sicher aber nicht mehr. Ganz im Gegenteil, die Leute freuen sich über Besucher und schnell verkehren sich die Dinge ins Gegenteil. Hier ist der Ausländer der Exot und Objekt zum Anstaunen. Auf dem Markt lässt sich zudem preiswert schlemmen. Keine Scheu!

Eines meiner persönlichen Highlights von Flores ist der Sonnenuntergang. Nun ist das nicht wegen dem schönen Blick über den See, der ist auch toll, Flores hat aber noch etwas anderes und ganz Besonderes zu bieten. Zum Sonnenuntergang erwacht plötzlich das Leben. Die Vögel stimmen einen atemberaubenden Lärm an und gehen auf die Jagd. Mit etwas Glück kann man gegen die sinkende Sonne den Schatten eines Insekts fliegen sehen und wie der Vogel es erwischt. Nach kürzester Zeit kehrt wieder Normalität ein. Es ist ein bemerkenswertes Spektakel.



Aktivitäten

Die Attraktion des Ortes sind die rund 60 Kilometer entfernten Maya Ruinen von Tikal. Es ist durchaus empfehlenswert, einen der angebotenen Trips zu buchen. Viel billiger wird es als Individualreisender auch nicht und zumindest den Sonnenaufgang auf der Pyramide kann man nur in der Gruppe erleben. Das Ganze ist etwas Besonderes. Leider ist es oft dunstig und man sieht nichts. Trotzdem ist es beeindruckend, wenn der Dschungel zum Leben erwacht. Mit etwas Glück gibt es mittlerweile auch Sunset Touren. Ich habe es einem der lokalen Reisebüros mal vorgeschlagen, da die Ruinen für eben diesen etwas zu früh schließen. Gebaut wurde Tikal jedenfalls mit dem Sonnenuntergang im Sinn.


Actún Kan Caves

Actún Kan CavesDie Tropfsteinhöhlen sind in Laufweite von Flores. Einfach über den Damm nach Sanat Elena laufen und dann immer weiter geradeaus bis die Straße endet. Dort links halten, am süßen kleinen Kraftwerk vorbei und nach dem Schild schauen. Es geht nach rechts.
Die Höhlen sind vielleicht nicht die imposantesten Tropfsteinhöhlen des Universums und noch nicht einmal von Guatemala, trotzdem sind sie ganz niedlich. Außerdem hat der Legende nach dort einst eine gewaltige Schlange gelebt. Daher kommt auch der andere name der Höhlen: "La Cueva de la Serpiente". Inwieweit das dem Tourismus förderlich ist, weiß ich allerdings nicht. Die Höhle ist gut ausgeleuchtet und hat ein paar interessante Formationen. Die Beschriftungen waren glaube ich aber nur in Spanisch. Man kann einen Guide mieten. Der Eintritt kostet 20Q.


El Mirador, El Tintal and Nakbé:
Neben Tikal ist Flores auch Ausgangsbasis für Touren nach El Mirador, El Tintal and Nakbé. Der Trip nach El Mirador dauert normalerweise vier bis fünf Tage. Es ist ein Dschungeltrek und nichts für Weicheier. Ich würde dringend davon abraten, es auf eigene Faust zu unternehmen. In Flores kann man eine solche Tour organisieren lassen. Man muss allerdings genügend Teilnehmer zusammen kriegen. Zur Belohnung hat man eine der mächtigsten Maya Ruinen für sich selbst. Die einzigen Menschen dort sind Einheimische und Archäologen.

 

Übernachtung

Es gibt jede Menge Hotels in Flores und für jedes Budget. Ich mochte Dona Goya 2nd recht gern, das hat in letzter Zeit allerdings etwas nachgelassen.


Ausgesprochen günstig ist Casa del Lacandon . Ein Bett im Gemeinschaftszimmer kostet gerade einmal 50Q. Da kann man auch mal Kompromisse machen. Die haben auch Einzel und Doppelzimmer, die mich aber nicht vom Hocker gerissen haben. Dafür ist es direkt am Wasser.


Der beste Tipp ist, sich in Ruhe umzuschauen und Preise zu vergleichen. In der Hochsaison hat man eventuell nicht die große Auswahl. Ausweichquartiere gibt es in Santa Elena.


Essen

Ohne sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen, kann man wohl behaupten, dass La Luna das beste Restaurant von Flores ist. Es befindet sich in der Calle 30 de Junio. Man kann es eigentlich nicht verfehlen. Das Lokal ist ausnehmend hübsch hergerichtet und das Essen hervorragend. Fast noch besser, man muss nicht Haus und Hof verkaufen, um hier zu speisen.

Flores warme Farben schöne HäuserCasa Amelie ist etwas günstiger. Das Essen ist gut aber die Leute sind keine Hektiker. Der Laden ist nichts für Menschen in Eile. Dafür kann man auf einer kleinen Holzplattform speisen. Sie ruht auf Stelzen über dem See.
Frühstück ist immer so eine Sache in Guatemala. Meist ist es teuer und nicht so der Kracher. Eine löbliche Ausnahme bildet das Frühstück in El Grande Jacal. Es ist in der Calle Centro América. Einzig am Musikgeschmack müssten die Besitzer noch etwas arbeiten.


Zum frühstücken empfohlen wurde mir Hacienda del Rey. Da würde ich allerdings widersprechen wolle. Das Frühstück war weder besonders billig noch besonders gut.

 

An und Weiterreise:

Es gibt eine Busverbindung westwärts nach Palenque und in nordöstliche Richtung nach Chetumal. Letztere führt über Belize Stadt, entsprechend muss man ein paar Dollar für das Visum in Belize berappen.


Es gibt Verbindungen nach Poptun, Rio Dulce, Coban, Antigua und Guatemala Stadt.


In Santa Elena gibt es zudem einen Flughafen.


Ferienhäuser











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