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Auf einen Blick:

- Der Heilige Martin war ursprüglich ein römischer Soldat

- Ihm werden zahlreiche Wunder zugeschrieben inklusive einer Wiedererweckung

- Martin von Tours wird auch von Anglikanern und Orthodoxen verehrt.

- Das Fest zu seinen Ehren findet am 11. November statt.

- Der Charakter der Veranstaltung in Santiago Atitlan wirkt recht pagan und geht wohl auf alte Maya Riten zurück.


Flagge Guatemala

 


 

 


Der Kult um den Heiligen Martin in Santiago Atitlán



Der höchste kirchliche Feiertag in Santiago Atitlán ist nicht Ostern sondern das Erntedankfest am 11. November. Das klingt zwar erstmal etwas seltsam, lässt sich aber erklären.

Bei den Katholiken ist dieses Datum traditionell ja mit dem Heiligen Martin von Tours verbunden. Dabei handelt es sich um einen römischen Soldaten, der zum Christen wurde und es schließlich sogar zum Bischof von Tours brachte, wo er dann verschiedene Wunder wirkte. Er ist einer der populärsten Heiligen in der Katholischen Kirche, wird aber auch von Protestanten, Anglikaner und Orthodoxen verehrt.

Das Fest zu seinen Ehren läuft in Santiago allerdings etwas anders ab, als in der traditionell katholischen Liturgie. Man könnte auch sagen, dass die Maya ihren alten Kult fortführen und dem Kind einfach einen anderen Namen geben. Wenn man sich die Sache etwas genauer ansieht, wird schnell klar, warum der Großteilder Zeremonie nicht öffentlich ist und "die Allgemeinheit" gar nicht genau weiß, was da hinter verschlossenen Türen so ganz genau abgeht. Das macht natürlich neugierig und so haben wir ein wenig recherchiert. Das Ergebnis dieser Recherche ist bemerkenswert.

Am 11. November wird demnach die in Stoff gewickelte Kultfigur aus einem Holzkasten geholt und auf den Altar gelegt. Dann führen zwei junge Männer im Jaguar Kostüm den so genannten St. Martins Tanz auf. Dabei hauen sie mit ihren "Tatzen" zwei anderen Teilnehmern im Hirschkostüm auf den Rücken. Einer dieser beiden ist der Hohepriester des Martins-Kult.

Am Ende wird einer der Priester im Hirschkostüm von einem der Jaguare "erlegt" und der Körper als Opfergabe auf den Altar gelegt. Um Mitternacht öffnet der "tote" Priester dann das Bündel mit der Martinsfigur.


Er entnimmt diesem Bündel ein Gewand mit Flammenmuster, welches er anlegt. In der Zwischenzeit werden Kerzen an die anderen Priester verteilt. Der Priester mit dem Gewand tanzt nun in Kreuzigungspose in alle vier Ecken des Raumes. Danach bringt er das Gewand zurück, legt ein zweites Gewand an und die Szene wiederholt sich.


Das dritte Gewand verbleibt dagegen im Bündel, es ist zu mächtig. Man kann über die Auslegung des Ganzen streiten, es scheint aber so, als würden hier Kreuzigung und Auferstehung zelebriert. Dem Hohepriester von St. Martin sagt man nach, er habe die Macht über Leben und Tod. Entsprechend angesehen ist er in Santiago Atitlán. Ein ganz klein wenig heidnisch klingt das Ganze aber schon oder?








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